Bericht von Jan Peprny
Der Saisonhöhepunkt für die Elite des deutschen Ringkampfsports, die Deutschen Meisterschaften, fand in diesem Jahr zum 3. Mal hintereinander im bayrischen Elsenfeld statt. Vom 04. – 06.06.2026 kämpften hier die Klassiker, Freistiler sowie die weiblichen Aktiven um die begehrten Medaillen. Einziger Starter und Hoffnungsträger für unseren Verein war Anton Vieweg im Limit bis 97 kg. Die Vorbereitung auf diesen Saisonhöhepunkt lief in diesem Jahr optimal für Anton. Sogar ein Trainingslager in Japan war dabei. Anton wollte nach den 2. und 3. Plätzen in den vergangenen Jahren nun endlich auch mal ganz oben auf dem Treppchen stehen.
Bei 9 Teilnehmern in seiner Gewichtsklasse hatte er sich gleich ins Viertelfinale gelost und war gleich im ersten Kampf gegen seinen sächsischen Trainingspartner Connor Sammet aus Aue dran. In einem zunächst ausgeglichenen Kampf erarbeitete sich Anton eine Verwarnungseins mit anschließender Bodenlage. Mit einer Rollte konnte Anton seinem Gegner noch zwei weitere Punkte abnehmen und gewann am Ende sicher mit 3:1. Damit stand er im Halbfinale, in dem sein „alter Bekannter“ Lucas Lazogianis auf ihn wartete. In einem hochklassischen Kampf konnte Anton am Mattenrand punkten und dem späteren Goldmedaillengewinner auch eine Rolle abnehmen. Aber Lucas war immer einen Tick besser und rollte Anton mehrfach. Am Ende verlor Anton klar mit 10:4 und stand im kleinen Finale um Platz 3. In diesem sah er sich Jan Krempin gegenüber. Wie in den Jahren zuvor ließ er dem Westfalen vom KSK Konkordia Neuss auch diesmal keine Chance. Anton beherrschte seinen Gegner im Stand und rollte sicher am Boden und erkämpfte sich so mit einem 7:0-Sieg die Bronzemedaille. Herzlichen Glückwunsch Anton für diesen tollen Erfolg!
In der Länderwertung belegte Sachsen bei den Mädels den 1. Platz, bei den Klassikern den 3. Platz und bei den Freistilern den 5. Platz. Auch hierfür Glückwunsch an die Aktiven und die Landestrainer!